So funktioniert das SchülerTicket des VRS

Mit dem SchülerTicket der VRS beantworten derzeit viele Schulträger (so auch die Städte Frechen, Hürth, Pulheim, Bergheim und Köln) ihre Pflicht, die Kosten für den Schülertransport zu ihren Schulen zu übernehmen (in Frechener Grundschulen gilt das PrimaTicket). Denn der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) hatte im August 2011 neben dem JuniorTicket auch das SchülerJahresTicket abgeschafft, das für Schulfahrten exakt passend gewesen war.

Für die Schulträger ist diese Lösung billiger, für die Eltern der betroffenen Schüler/innen teurer. Denn sie müssen einen Teil des Tickets selber bezahlen. Begründet wird dies damit, dass mit dem Ticket im (fast) gesamten VRS gefahren werden kann statt nur zwischen Haustür und Schulgelände. Die Schülerfahrkostenverordnung (SchfkVO), die auf § 97 Abs. 4 des Schulgesetzes (SchulG) basiert und die Pflicht der Schulträger zur Kostenübernahme regelt, lässt einen solchen Eigenanteil bis zu 12,- € zu (für das zweite Kind bis zu 6,- €, für weitere Kinder 0,- €). Diese möglichen Höchstbeträge schöpft das VRS-SchülerTicket voll aus. Bei allem Zwang wird man zugeben müssen, dass die grundsätzlichen Möglichkeiten an der Kölner Stadtgrenze attraktiv sind.

Die Eigenanteile tritt die Stadt Frechen als Schulträger gemäß Vertrag an den VRS ab. Außerdem bezahlt sie pro anspruchsberechtigtem Kind und Jahr 11-malig einen Festbetrag in Höhe der Kosten eines StarterTickets (im Schuljahr 2016/17 sind das 48,70 € – nach 40,60 € im Startjahr 2011/12), ohne dass damit der Personenmitnahme-Vorteil des StarterTickets verbunden wäre. Die Stadt spart dabei gegenüber alternativen Modellen ihrer Zahlungsverpflichtung pro anspruchsberechtigtem Schüler 1 Monat des StarterTickets ein. Insgesamt kostet das SchülerTicket somit im Schuljahr 2015/16 (für das erste Kind der Familie) 56,64 € pro Monat.

Kinder, die nicht anspruchsberechtigt sind, bezahlen für das SchülerTicket im Schuljahr 2018/19 mit 32,90 € (Startpreis 2011/12: 26,90 €) deutlich mehr als anspruchsberechtigte Eltern, jedoch auch deutlich weniger als für das alternative StarterTicket. Erhältlich ist das SchülerTicket umweltfeindlich ausschließlich im Abonnement über 12 Monate, mithin zahlt man 394,80 € pro Jahr. Das sind knapp 60 % mehr als die 250,40 €, die Studierende mit dem VRS-SemesterTicket einschließlich des zusätzlichen Rechts auf Personenmitnahme bezahlen. Dabei wird das SemsterTicket anders als das SchülerTicket nicht durch Steuergelder der Gemeinden subventioniert.

Von der Möglichkeit, Selbstzahlern einen vergünstigten Abgabepreis zu ermöglichen – wie etwa die Städte Köln oder Lohmar -, macht die Stadt Frechen keinen Gebrauch.

Preisentwicklung

Schuljahr SchülerTicket
(12 x Selbstzahler)
StarterTicket
(11 x Gemeinde)
2018/19 32,90 € 50,10 €
2017/18 32,50 € 49,40 €
2016/17 32,00 € 48,70 €
2015/16 31,10 € 47,20 €
2014/15 30,15 € 45,70 €
2013/14 29,00 € 44,00 €
2012/13 27,90 € 42,30 €
2011/12 26,90 € 40,60 €
2010/11 25,30 € 39,60 €
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