Frechener Schulkinder aus dem Auto heraus angesprochen

Gestern warnte die Schulleitung der Mauritiusschule in Frechen-Bachem die Eltern, dass Kinder der Grundschule am Mittwoch auf dem Nachhauseweg von einem Mann aus einem Auto heraus angesprochen und zum Mitkommen aufgefordert worden seien. Sie verhielten sich vollkommen richtig und gingen zügig nach Hause, ohne sich in ein Gespräch verwickeln zu lassen.

Im Internet findet sich ein Bericht einer der betroffenen Mütter: Drei Mädchen wurden demnach vom Fahrer gebeten, sich dem Auto zu nähern, da die Handbremse des Fahrzeugs defekt sei. Gegenwärtig kursieren Screenshots von Facebook-Berichten, die sich auf ein späteres Datum beziehen. Es handelt sich jedoch um ein- und denselben Vorfall.

Kinder auf dem Schulweg

Weitere Vorfälle sind weder der Polizei noch uns bekannt. Dennoch ist dies sicherlich ein Anlass, ohne bei ihnen Angst und Panik zu erzeugen unsere Kinder wieder einmal darauf anzusprechen, wie das richtige Verhalten in solchen Situationen aussieht.

Denn Kinder brauchen Wiederholungen. Es gilt, das Gefahrenbewusstsein zu schärfen und das Beobachtungs- und Mitteilungsverhalten der Kinder zu stärken:

Ein Grundschulkind sollte wissen, dass

  • es zu Fahrzeugen Distanz halten soll.
    So weit, dass es vom Autofenster aus nicht festgehalten werden kann – auch dann, wenn jemand etwas fragen will. Ein Kind darf bei Fragen ruhig so „unhöflich“ sein zu sagen, dass der/die Fragende einen Erwachsenen fragen soll.
  • es unter keinen Umständen zu Fremden in ein Auto einsteigen darf.
    Weder um zu helfen, noch um zu Angehörigen gefahren zu werden, weil jemand angeblich im Krankenhaus liegt, das Kind etwas angestellt hätte, süße Haustiere zu sehen seien oder aus welchen Gründen auch immer.
  • es auf sich aufmerksam machen darf, wenn es sich bedroht fühlt.
    Kinder können andere Personen um Hilfe bitten, laut schreien oder schnell weggehen/rennen und zu „Schutzinseln“ laufen, wo andere Menschen sind (eine Menschengruppe, ein Geschäft oder ein Privathaus, wo ein Kind klingeln kann).
  • es von Unbekannten keine Geschenke annehmen soll.
    Kinder sind allzu leicht zu täuschen. Sie vertrauen einem Erwachsenen, der nett aussieht und sich freundlich verhält.
  • es in der Gemeinschaft anderer Kinder sicherer ist als alleine.
    Den Schulweg sollte ein Grundschulkind idealerweise nicht alleine bestreiten.
  • es möglichst immer den Schulweg gehen soll, der mit den Eltern abgesprochen ist.
    So kann man sich darauf verlassen, dass das Kind pünktlich zu Hause ankommt, wenn alles in Ordnung ist.
  • es ungewöhnliche Beobachtungen oder Erlebnisse den Eltern, den Lehrpersonen oder den Betreuenden sofort mitteilen soll.

Auch wir Erwachsene sollten helfen, Missverständnisse zu vermeiden: Wir sollten keine unbekannten Kinder nach dem Weg oder nach anderen Hilfeleistungen zu fragen. Im Bereich von Schulen, Spielplätzen und Freizeitanlagen fallen Erwachsene, die in parkenden Autos sitzen, schnell auf. Wer im Auto noch zu tun hat, parkt daher lieber woanders.

Es sollte lieber einmal zu viel als einmal zu wenig der Polizei und der Schulleitung gemeldet werden, wenn ein Kind in auffälliger Weise angesprochen wurde.

Quellennachweis:
Tipps: Merkblatt des Schulamts der Stadt Zürich
Foto: Günter Havlena / pixelio.de

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