Spielplatz-Zaun wird erneuert, Splitt-Belag bleibt aber

Nach einem Beschwerdebrief eines Elternpaares der Johannesschule hat der Schulträger Stadt Frechen erklärt, den maroden Zaun ersetzen zu wollen, der den als Schulhof genutzten Spielplatz an der Franz-Lenders-Straße umgibt. Im ersten Schritt wurde in den Herbstferien provisorisch die bemängelte Zaunöffnung geschützt, durch den bereits Kinder auf die Straße gerannt waren, wenn Bälle dorthin gerollt waren. Alleine durch die Einzelaufsicht hatten sich solche Vorkommnisse nicht verhindern lassen.

Keinen Widerhall fand die Meinung der Beschwerdeführer, der Splittbelag um die Containerburg herum sei nicht als Schulhoffläche zulässig: „Im Austrittsbereich sind die Wege plattiert und im Weiteren wurden sie in einer >wassergebundenen Decke< ausgeführt die für öffentliche Flächen, Wege und Schulgrundstücke zugelassen ist (Landesbauordnung, DIN 18034, DIN EN 1176)“, schrieb der 1. Beigeordnete Dr. Patrick Lehmann unter Berufung auf DIN-Normen für Spielplätze.

Gänzlich anders sieht das die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen, die für den Versicherungsschutz an Schulen zuständig ist. In ihrer für Schulträger verbindlichen Unfallverhütungsvorschrift heißt es: „Bodenbeläge von Aufenthaltsbereichen im Freien müssen […] so beschaffen sein, dass Verletzungen bei Stürzen möglichst vermieden werden. […] Nicht geeignete Bodenbeläge sind z. B. ungebundene Splitt-, Schlacken- oder Grobkiesbeläge“.

Der Schulträger ist verantwortlich für die Sicherheit im sogenannten „äußeren Schulbereich“, der Schulgebäude, Anlagen und Einrichtungen umfasst. Grundlegend sind das Sozialgesetzbuch VII (gesetzliche Unfallversicherung), die staatlichen Arbeitsschutzvorschriften und die Unfallverhütungsvorschrift Schulen.

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